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Gerücht: Am Fertigungsprozess der Wii U waren auch Kinder beteiligt

Gerücht: Am Fertigungsprozess der Wii U waren auch Kinder beteiligt

Benjamin F.

Wer Geräte von diversen weltbekannten Unternehmen wie Sony, Microsoft oder Apple besitzt, sollte wissen, dass diese mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Firma Foxconn, die sich hauptsächlich über China erstreckt, (mit)produziert wurden. Der Grund, weshalb wir uns letztendlich solche Technologien zu moderaten Preisen kaufen können, liegt nicht nur an billigeren Komponenten sondern auch an unterbezahlten Arbeitern in den großen Fabriken - Ein unangenehmer Fakt, den wir aber wohl oder übel hinnehmen müssen und leider mit dem Kauf neuer Produkte unterstützen.

Foxconn ist gerade in letzter Zeit an einigen Schlagzeilen Schuld, die das absolut unzureichende Arbeitsklima und infolge dessen Unruhen und sogar Selbstmorde der Mitarbeiter stark kritisierten. Apple und Microsoft haben die Firma, bzw. die zuständigen Sparten für die Produktion ihrer Geräte, bereits konfrontiert und Besserung gefordert - Nun scheint auch Nintendo damit an der Reihe zu sein. Einer japanischen Spiele-Website zufolge wurde herausgefunden, dass Foxconn 14- bis 16-jährige Jugendliche in einer neuen Sparte angestellt hatte, die sich ausschließlich auf die Produktion Nintendos neuester Heimkonsole fokussierte. Berichten von Kotaku zufolge wurde den Kindern mit einem Schulverweis bei Arbeitsverweigerung gedroht, wobei die "Überstunden" wohl ziemlich viel Zeit beanspruchten.

"Ich hab beim Transport der Güter geholfen.", so der 14-jährige Xiao Wang. "Zurzeit geht die Nachtschicht von 19:40 Uhr bis in den Morgen...Sie wissen ja, "Morgen" ist relativ. Es hört prinzipiell erst dann auf, wenn man mit der Arbeit fertig ist. Für gewöhnlich ist das ca. 7:00 Uhr. Danach schmerzen die Arme von der Arbeit."

Foxconn hat diese Umstände nicht verleugnet und bestätigt, dass minderjährige Arbeiter für etwa 3 Wochen in einem spezifischen Bereich angestellt waren; danach habe man die Aktion aber gestoppt.

"Jeder an dieser gewalttätigen Aktion schuldtragende Mitarbeiter, den wir bei unserer Inspektion entdecken, wird sofort gekündigt. Wir verstehen, dass diese Verantwortungslosigkeit immer in Verbindung mit unserer Firma stehen wird und entschuldigten uns bereits bei allen betroffenen Schülern für diese Aktion."

Dieser Zwischenfall rückt nicht nur Foxconn weiterhin in ein schlechteres Licht, sondern könnte auch Nintendo betreffen. Doch auch die Konkurrenz musste bereits mit ähnlichen Ereignissen kämpfen. Da Nintendo offiziell einen Vertrag mit Foxconn aushandelte, wird ein Teil der Verantwortunglosigkeit auch mit der "Quelle" in Verbindung gebracht werden. Sollte die betroffene Sparte tatsächlich mit der Wii U-Produktion zu tun haben, wird Nintendo sicherlich noch ein offizielles Statement abgeben.

Das grundlegende Problem für Nintendo ist, wie auch für jede andere Technik-Firma, dass die meisten Kunden gerne weniger für Hardware bezahlen, während sie - angemessenerweise - von den vernachlässigten Arbeiterrechten empört sind. Ein Umstieg der Produktionsfirma würde jedoch einen exzessiven Anstieg der Preise bedeuten, was höchstwahrscheinlich zu weitaus geringeren Verkaufszahlen führen würde.

Vielleicht sollten wir mehr für Technik-Gadgets zahlen; eine andere Lösung wäre auch die Zusammenarbeit diverser Firmen wie Nintendo, Sony und Microsoft, um gewisse Mindeststandards bei Produktionsfirmen festzulegen. Was denkt ihr? Sollten Unternehmen wie Foxconn weiterhin zur Produktion beitragen, eventuell mit etwas finanzieller Unterstüzung, um die Umstände zumindest ein wenig zu verbesseren, oder sollten große Firmen wie Nintendo lieber auf eine arbeiterfreundliche Produktion setzen und dafür mehr Geld vom Kunden verlangen? Lasst es uns per Kommentarfunktion wissen!

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