Bombendrohung gegenüber Nintendo Japan: Computervirus schuld
Ein in letzter Zeit auf japanischen PCs auftretender Computervirus, welcher es deren Benutzern erlaubt, auf fremde Rechner zuzugreifen und diese nach Gutdünken zu manipulieren, diente einmal mehr einem (wie zu hoffen ist) Hacker mit äußerst fragwürdigen Sinn für Humor als Vehikel: Bereits im Juli wurde Anime-Regisseur Masaki Kitamura verhaftet, nachdem eine Nachricht mit Morddrohungen gegenüber Fußgängern in Akihabara von seinem Computer aus gepostet wurde - wie sich jedoch herausstellte, handelte es sich bei dem tatsächlichen Autor jener geschmacklosen Zeilen um einen User des genannten Virus und der Animator wurde rehabilitiert.
Im September trug sich nun erneut eine ähnliche Geschichte zu: "Diese Woche werde ich das Nintendo-Hauptquartier in die Luft sprengen" lautete die anonyme Nachricht, welche kürzlich online zu lesen war. Als vermeintlicher Täter wurde rasch ein 27Jähriger ausgeforscht und festgenommen - doch auch bei ihm handelt es sich inzwischen erwiesenermaßen selbst um ein Opfer des Virus, welches nach einer Woche Arrest wieder enthaftet wurde.
Der tatsächliche Täter konnte in beiden Fällen noch nicht ausgeforscht werden.