
Konsolen an den Schulen
"Computerspiele verblöden doch nur." - Solche Sätze entsprechen schon lange nicht mehr der Wahrheit, denn Nintendo bietet mit Wii und DS auch viel Edutainment. Wie wir bereits berichteten werden Videospiele mittlerweile sogar im Unterricht verwendet.
„Computerspiele steigern die Motivation von Schülern, fachliche Inhalte
können besser vermittelt werden und es wird eine Reflexion über das
eigene Mediennutzungsverhalten ermöglicht", erklärt Marco Fileccia,
Lehrer und Koautor der wissenschaftlichen Studie "Computerspiele und
virtuelle Welten als Reflexionsgegenstand von Unterricht".
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Computerspiele bei Schülern
logisches Denken, kreative Problemlösung, deduktives Denken, Wettbewerb
und gemeinsames Suchen nach Lösungswegen fördern können. Zudem würden
Lerninhalte über das emotionale Erleben in Computerspielen besser
erinnert. Emotionen wie Spannung, Aufregung, Freude, Neugier,
Frustration oder Triumph könnten demnach in den Lernprozess eingebunden
werden und auf diese Weise dazu beitragen, dass Lerninhalte besser im
Gedächtnis der Schüler haften bleiben.
Besonders initiativ in diesem Bereich zeigt sich wieder mal Nintendo. Bereits im September 2009 wurde ein entsprechendes Pilotprojekt in Österreich gestartet – an einer Wiener Ganztagesvolksschule wird
vier Jahre lang der praktische Einsatz des Nintendo DS im Unterricht
erprobt.
