Millionenstrafe gegen Nintendo
Der Verstoß gegen die Regeln des EU-Innenmarktes kommt Nintendo, den japanischen Hersteller von Videospilen, teuer zu stehen. Die EU-Kommission hat gestern den Hersteller des "Game Boy" zu einer Geldbuße von 149 Mio.€ verurteilt. Nintendo habe, so stelten die EU-Wettbewerbshütter fest, durch illegale Geheimabsprachen mit 7 offiziellen Vertriebshändlern, in der EU darunter die belgische Tochter der deutschen CD-Contact Data GmbH über Jahre hinweg sogenannte "Parallelimporte" verhindert und damit die Preise in mehreren Ländern künstlich hochgehalten. Insgesamt hat Brüssel in diesem Fall Geldstrafen in Höhe von 167,8 Mio.€ verhängt. Das ist der höchste Betrag den die EU-Kommisiion jemals in einer "vertikalen" Kartellsache, das heißt für illegale Absprache zwischen einem Hersteller und seinen Vertragshändlern, festgesetzt hat.