
Couch-Koop, Hausbesetzer und die Flimmerkiste
Wir haben endlich eine eigene Kolumne! Ab sofort nimmt euch unser Redakteur und Vollzeit-Papa Philipp regelmäßig mit auf die heimische Couch. In der allerersten Ausgabe erfahrt ihr, wie man sich mit zwei minderjährigen „Hausbesetzern“ vor der Flimmerkiste die Langeweile vertreibt, warum der lokale Multiplayer für ihn gerade sein großes Comeback feiert und wie das wohlige 90er-Jahre-Gefühl beim gemeinsamen Zocken wieder auflebt. Schnappt euch ein paar Snacks und lest direkt rein!
Moin NFans!
In meiner fast grenzenlosen Langeweile habe ich festgestellt (oder bin zu dem Entschluss gekommen), dass NintendoFans.de ganz klar eine Kolumne fehlt. Seht ihr auch so? Gut. Seht ihr nicht so? Müsst ihr nun mit leben!
Aber worüber kann ein 39-jähriger Videospiel-Enthusiast, Vollzeit-Nerd und Familienvater schon regelmäßig was Spannendes schreiben? Gute Frage! Und bestimmt denkt ihr euch auch gerade, was für ein Lügenbaron dieser Philipp doch ist: Der Typ will uns etwas von Langeweile erzählen. Und das als Vater. Da kann doch etwas nicht mit rechten Dingen zugehen! Und grundsätzlich muss ich euch Lesenden da auch recht geben – Langeweile kommt bei mir selten vor. Dafür habe ich allerdings zwei minderjährige Mitbewohner im Haus, die kontinuierlich die große Tristheit ihres Daseins lautstark kundtun und selbstredend von mir erwarten, dieser Tristheit entgegenzuwirken. Als guter, verantwortungsvoller Erzeuger, der ich nun mal bin, setze ich mindestens einen von diesen Hausbesetzern vor die Flimmerkiste. (Kennt ihr noch den Begriff Flimmerkiste? Hammer!). Und damit ich auf keinen Fall anfange, mich doch noch zu langweilen, setze ich mich mit auf die Couch. Denn es ist Couch-Coop-Time! Cowabunga!

Dank meines Nachwuchses habe ich in den letzten Jahren die Begeisterung für lokale Multiplayer-Erlebnisse wiederentdeckt. Jahrelang fand ich es mega, dass man dank leistungsfähiger Internet-Anbindung endlich nicht mehr Computer oder Konsolen durch die Gegend schleppen muss, um mit Freunden zusammen zocken zu können. Dabei ist mir allerdings etwas abhandengekommen. Etwas sehr Essenzielles. Millennials wissen bestimmt, was jetzt kommt. Und zwar das nostalgische, wohlige Gefühl meiner 90er-Jahre-Kindheit, mit einem Freund zusammen auf der Couch zu sitzen, ein Videospiel zu erforschen, Snacks zu futtern und aus dem Off den ungewünschten Kommentar zu hören, dass man auch ruhig mal an die frische Luft gehen könnte bei DEM schönen Wetter.
Letzteres ignorieren wir auch heute noch geflissentlich, und so begab ich mich in den letzten Jahren, zunächst mit meinem Sohn, regelmäßig auf die Suche nach neuen (oder alten) lokalen Multiplayer-Abenteuern. Und oh weh. Wir sind fündig geworden! Egal, ob es eine Odyssey durch das Pilzkönigreich war, wir mit Kirby das vergessene Land entdeckten, in Split Fiction die Fantasie auf den Kopf stellten, mit Chase McCain in Lego City auf Verbrecherjagd gingen oder in Minecraft ganze Welten erschufen: Futter für unseren Hunger nach neuen Abenteuern haben wir allerhand gefunden.
Und so möchte ich euch, unsere Community und NintendoFans, in Zukunft mit dieser Kolumne dazu einladen, uns auf unseren Abenteuern ein bisschen zu begleiten. Aktuell spiele ich mit dem Sohnemann Fire Emblem Warriors: Three Hopes. Und aufmerksame Mitglieder unseres Discord-Servers wissen bereits, dass ich mit dem Spiel viel weniger Spaß habe als der 9-Jährige. Mit meiner Tochter bin ich derzeit in Neuseeland unterwegs und wir sind mit Bluey und Bingo auf Entdeckungstour in Bluey’s Happy Snaps.
